Der Eulenfratz
In den Spiegel schauend
gewahre ich eine Eule.
Gerundete dunkle Augen,
umgeben von einem faltigen Hof,
spitz die Nase und
überschattet vom bauschigen Nietzsche-Bart,
dunkel der Mund
schmalfadig wie ein scharfer Zwirn.
Der Rahmen: Blässe über der schrulligen Stirn,
erhöhter, tonsurierter Haaransatz,
und die dichten Spikes des leichten Doppelkinns:
Kneisternd schau ich nochmal genauer hin.
Ja, tatsächlich, ich bin's:
Dieser an Genuss und Leid, Gewinn
und Verlust gealterte Eulenfratz.