Wie die Saurier gepanzert leben wir
nur noch bedingt fähig uns zu bewegen
eingezwängt in Gewohnheiten und Konsum,
unwillig einmal Erworbenes wieder abzulegen.
Und wie die Saurier leiden wir unter Hypertrophie
und beanspruchen ein Erhebliches an Lebensraum
und hegen dazu den niemals wahrhaft hinterfragten Traum
vom Immer mehr. Genug gibt’s für uns nie.
Weithin sichtbare Landschaftsmarken sind wir,
ein jeder ein prachtvoller Solitär,
die Ferne ist mit uns verschwistert.
Doch Nähe gibt’s für uns nicht mehr.
Trotz großer Sehnsucht, daß ein anderer die Distanz überwindet,
und liebend den Weg zu uns findet,
bleiben wir selbst seltsam unbeweglich und daher allein.
Wir weinen,
doch um nichts in der Welt wollen wir weniger prächtig sein.
Ohne Liebe werden wir siechend sterben, ein jeder einsam für sich.
Im ganzen ergibt sich ein bizarres Bild voller Graus:
Ob unsrer Unfähigkeit zu lieben, sterben wir, wie die Saurier einst, aus.