Uwes Lyricon
Uwes Lyricon

Mein Land



 

Deutschland ,

ich war geneigt,

Dich abzuschütteln:

diesen quälenden

und lästigen Traum,

der mir

Gemeinheiten aufbürdete,

mir

Gemeinsamkeiten aufbürdete

mit

abgründig

bösartigen Gemeinen.

 

Dein Boden ist dunkel.

Gemordete Völkerschaften:

 

irgendeinem

teutonischen Wahn

huldigend

zum Opfer gebracht.

Deutschland,

Dein Name

bedeutet mir Scham.

 

Doch Achtung Dir!

Zunächst

mehr zagend

und zögernd

doch dann

mit gewagten Schritten

nicht ohne

hie und da mal zu stolpern

fandest Du

aus dunklen Mythen

zu

aufgeklärter Verantwortlichkeit

und Einigkeit.

Doch ließ sich

hier ein Stand halten?

 

Deine Träume

tendieren wieder

ins Monströse.

So verbleiben

in teutonischer Verbissenheit

deutsche Soldaten

am fernen

Hindukusch

und im Kosovo.

Dir eine Schwäche

einzugestehen,

will Dir

immer noch nicht gelingen.

 

Und auch

im Inneren,

dieses permanente

Unfrohsein,

das ständige Schaffen

nur um des Schaffens

um dieses

hypertrophen Wachstums willen

ins immer Mehr...

doch was davon

ist

von wahrhaft

bleibenden Wert?

 

Deutschland,

das ist heute

eine Frage

von „Rankings“

und zunehmend weniger

ein Zustand

reflektierter Selbstbewusstheit.

Deine Hauptstadt,

ein klebriger Morast

aus Sprechblasenpolitik

aus Kokain und Korruption

aus dem

bindend

nur immer wieder

Aufgeregtheiten und Skandale

auf uns zurück wirken.

Deutschland,

Deinen Medien

gebricht es an Ernst.

 

Der für mich

empörendste Skandal?

Wie sich die allgemeine

Sattheit der Vermögenden,

die Bedürftigen

im Innneren

und im Äußeren

ignorierend,

drangsalierend

quälend ab- und ausweisend,

wehrt

etwas aus

unseren übervollen Töpfen

abzugeben und zu teilen.

Deutschland:

an Europas Grenzen

wird in Deinem Auftrag

fortwährend

Tod und Not verteilt.

 

Was also

was bleibt unter dem Strich?

Etwas mehr

und etwas Anderes

hoffentlich

als ein „Sommermärchen“

aus bloß Fußball und

herausgehängten Wimpeln.

 

Mir bleibt

dieses Verstricktsein

mit all dem,

dieses Verstricktsein

mit Dir.

 

Die Hoffnung,

daß dieses Land

aus einer Vielzahl

zweifellos vorhandener

positiver eigener Traditionen

doch wieder

einen Weg

findet

zur Selbstvergegenwärtigung,

zu Frohsinn

und stiller Größe.....

diese Hoffnung

bleibt

hungrig und dürstend.

 

 

 

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