Kein Stundenglas,
keine abgebrannte Kerze,
kein Gammelobst,
kein gestreckter Hase.
Stattdessen
zwei bunte Scheiben,
sich gegenüberliegend,
in einem dunklen Chaos,
voll finsterer Signaturen.
Nur ein Orangenmond
gibt Licht. Die Sonne,
tiefrot sich verdunkelnd,
ist in die Ecke verbannt.
Jene dort, die bunten Vasen,
zum Teil noch Blumen fassend,
stehen ernst, eng und dicht gedrängt,
auf dunklem wackligen Grund.
Einer grüßt Frau Luna,
die sich stets erneut verzehrende
und sich stets erneut vollendende. Sie
beschwingt den schwungvoll Grüßenden: Inspiration.
Die beiden hiesigen, auf der anderen Scheibe ,
die grüne Kaffeekanne
und die graue Skulptur,
stehen frei und sicher.
Zu ihren Füßen
Blumen, bunte,
in großer Zahl,
auf hellem Boden
liegend.
Auch sie sind dem Mondzauber zugwandt,
doch werden sie noch inspiriert?
Fast scheints als hätten die beiden
auch jene anderen anvisiert,
um ihnen über den finstren Abgrund hinweg,
einen lieben, fast fröhlichen
aber letzten Gruß zuzuwinken.
Lux mendata, trügerische Luna,
sind's nicht auch jene ernst vor dem Abgrund
sich Zusammendrängenden,
die hier zum Abschied erscheinen ?
Aber nur ein heller Engel,
ein freundlich Dienender,
jedoch in sich gekehrter,
alles fassender, sich alles merkender,
vermag jene Finsternis zu überwinden.
Wen dieser Engel findet,
der kann nicht nur getröstet,
über den dunklen Abgrund hinweg,
auf die immer noch Geliebten
auf der anderen Seite sehen,
sondern sie dazu auch noch verstehen.