Seht: er trank den Wein aus einem goldenen Pokal
ich fragte ihn, wie er ihm denn daraus munde
er darauf: komm trink mit mir die nächste Runde
und Du wirst es wissen: es ist die Qual
meines Volkes, die den Krug mir füllt,
es ist sein Blut das mein Verlangen stillt.
Ich war alsbald berauscht und doch qüälte mich die Moral.
Bei Gott, sprach er, das ist mir doch so was von egal
Ob es nicht Zeit wär', die Frauen einzulassen,
er ließe mir den Vorzug, die die mir gefällt zu fassen.
Es seien die Töchter seiner unbotmäßigen Untertanen.
Ich lachte leise und sprach zu ihm bitter: gestatte mir, dich zu warnen.
Dein Volk wird sich gegen Dich empören und zwar zu recht,
denn Du drangsalierst es und führest es nur schlecht.
Deine Schergen schickst Du aus, die zu erschießen,
die die Quelle Deines Reichtums sind. So höhlst Du selber Deine Macht,
wo ihr Besitztum und ihr Blut durch Deiner Hände Wirken zerfließen.
-Ich dulde niemandem in meiner Nähe der mich so kritisiert und verlacht.
Sprachs und hieb mit blankem Stahl in Richtung auf mein Herz.
Nur das heilige Buch über meiner Brust wehrte dem Blut und dem Schmerz.
Ich warf ihm das Buch entgegen, sprang auf und floh aus dem Palast.
Seine Häscher mir nachfolgend und nach mir schießend erwischten mich fast,
Doch im Suk ward ich alsbald durch die Verachteten verborgen,
und sicher verließ ich die gepeinigte Stadt am nächsten Morgen.
Doch aus der Ferne sah ich Flammen und Rauch über ihren Dächern und Zinnen.
Und ich wußte, so würde das Ende der Tyrannei und ein neuer Anfang beginnen.
In haushohen Flammen verzerrte sich der verhasste Palast.
Gott allein ist groß und einzig. Oh, wie hart er den sündigen Herrscher erfasst.
Fein wie Staub wird er ihn vermahlen und ihn verwehen mit den Winden,
in jede Richtung, so dass nichts als Schande bleibt von Seiner Unheilsmacht zu künden.