Schwer sein und doch leicht über dem welligen Grund
schwimmend fast schwebend stille stehen
die Welt seh ich im Strome über mir fließend vorübergehen
Häuser, Bäume, Mensch und Tier in mäandernder Spiegelung.
Wes ich auch bedarf, der Fluss, der generöse, trägts mir zu.
Würmer, Insekten, Krebse, hin und wieder ein unbedarfter kleiner Fisch,
so mangelt es an nichts, reichhaltig gedeckt, im Schwemmland mein Tisch.
Trotz aller Bewegung und des großen Angebots, herrscht hier Fried und Ruh.
Einst ging ich mit dem Strome noch über weite Strecken,
mitunter aber rieb vermessen ich meine Kraft an seiner auf,
schwamm verbissen eine Weile gegen seinen ewig gleichen Lauf,
doch der immer stetige, ließ Demut mich zuerst und dann die Lieb entdecken.
Schließlich gewährte er mir meinen eigenen Deltarm,
und meinen Platz hier, geschützt zwischen Schilf und Geschiebe.
Hier lebe ich nun allein, weit ab von jeglichem Schwarm.
Hier bin ich fast eins mit ihm, den ich so brauch, den ich so liebe.
Wenn meine Kräfte dereinst meinem Leib entfliehen,
die jetzt immer noch dürstend von meinem Strome zehren
werd ich nicht ängstlich seinem Griffe wehren,
sondern mit ihm gemeinsam willig dem Meere entgegen ziehen.