Die mich sehen, die spotten über mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf. „Er vertraute Jahwe, der mag ihn jetzt retten, er hat ja Gefallen an ihm.“
Aus dem Mutterschoß hast Du mich gezogen, an der Brust meiner Mutter mich Vertrauen gelehrt. Du bist mein Schutz, seit mein Leben begann, und mein Gott, von meiner Mutter Leib an. Sei mir nicht fern in meiner Not.
Psalm22: 8-12
Gott, Du warst mir nah
als ich war fern von Dir.
Wie ich mich Deiner wieder entsann,
warst Du sogleich wieder da.
Was ich von Dir dachte und sagte
es reut mich heute;
sind um mich auch immer noch Leute,
die Dich nicht erkennen, noch nicht.
Ihr Zynismus und ihr Spott
treffen mich länger nicht:
denn Du bist bei mir, mein Gott.
Sollen sie reden, was sie wollen
ich bin Deiner heuer allzeit gewahr.
Meine Mutter schenkte mir Urvertrauen,
Frohsinn auch und lehrte mich Achtung für Deine Welt.
Sie schenkte mir aus Deiner Hand, und mir war's wunderbar.
Selbst in meinen dunkelsten Stunden hält
der einst kräftigende Ur-Impuls mich am Leben.
Ja, oft auch wähnte ich mich ohne Kraft,
ohne Mut und Perspektive, ausgeliefert fast
und mitunter selbst auch drängend zu dunklen Mächten hin,
doch Du hast mir immer wieder einen neuen Impuls gegeben.
Und heute hadere ich nicht länger mit meines Lebens Sinn,
Mut, Hoffnung und Zuversicht find' ich in Dir, täglich neu.
Wenn ich auch niemals rein und nur ein elender Sünder bin,
so weiß ich,
auch dann wenn Du scheinbar ferne bist, Du bist treu.