Du warst und bist
ein aus den Zeiten
Gefallener,
ein Unzeitgemäßer
unter den Deinen,
wie unter uns.
Deine Heimat,
ein Staat,
den es nicht mehr gibt,
voller Politruks,
Dich schmähend,
Du seist
hinter Ihrer Zeit.
Und hiesig?
Die, die wünschen,
Du wärst vor unserer Zeit
sind Minderheit.
So bleibst Du,
was Du immer warst,
Dir und uns
ein steter Widerspruch,
zwischen idealer Lebensbestimmung
und materialistscher Lebensgestaltung.
Im Bestreben
vor Gott
sich zu vervollkommnen
erkanntest Du Deine,
aber auch
unsere Bestimmung.
Einen Lehrer
verlangtest Du,
einen fähig,
Dich und uns
Gott näher zu bringen.
Es kam das Leben
mit Exil,
Krankheit und Tod.
Ob je
wir fähig werden
uns zu vervollkommnen?
Wir können
allenfalls
darum ringen.
Und so
bleibst Du
in Erinnerung:
nicht als Vollkommener
sondern
als inbrünstig
Ringender.