Hitzeflirrender Aspahlt
anhaltend starke Transpiration
und höllischer Durst:
Wasser bitte, möglichst kalt.
Die dösige Mittagszeit:
wer sich's leisten kann
verweilt unbewegt im Schatten
unterm Sonnenschirm ein kleine Ewigkeit.
Nahezu rein, am Himmel der Azur
ganz ohne Geräusch
zieht in großer Höhe
lediglich ein Düsenjet seine Spur.
In der Ferne knattert ein Moped vorbei
Vehikel einer kühlenden Fahrtwindorgie
dann wieder insektenvibrierende Stille,
ein dem Gehör angenehmes Einerlei.
Die Sünden wiegen nicht viel um diese Zeit
solange sie uns unbeweglich lassen,
man ist schwerlich zu einer Tat
und schon gar nicht zu einer Untat bereit.
Im Bestreben möglichst wenig zu schwitzen,
geht der Wunsch nur nach einem:
hier auf der Terrasse weiterhin
ungestört und ruhig zu sitzen.
Ich fühle mich ausgenommen
von allen Pflichten.
Alles scheint nun egal zu sein.
Weit und breit, ist niemand, darüber zu richten.
Ach, wie herrlich ist diese Illusion,
der Sommer verheißt paradiesische Dauer,
den ganzen Tag und alle Tage Wohlergehen,
schattig,
frei von jeglichen Skrupeln oder Trauer.