Wanderung im Nebel
Anlauter Tal 25.09.2013
Die Richtung ist im Trüben verschwommen,
ich bin allein mit
meinem Atem,
meinem Schritt,
von einem zum nächsten Wegweiserstecken.
Wie substanzlose Fata Morganen kommen
Dorf- und Landschaftssilhouetten.
Alles, alles erscheint ungewiss,
grau in grau in den Nebel eingewebt,
umgeben von einer Stille,
in der scheinbar nichts mehr lebt.
Ein Bauer zieht mit seinem Traktor einen dumpfen Riss.
Aber dann ist es wieder still,
und ich zweifle, ob sein Tagwerk sich erfülle.
Da gewahr ich über einem Christkreuz ein erstes Licht,
Marias Mantel darunter beginnt zu blauen,
und im Nu erstarkt meine Zuversicht,
und ich gehe weiter mit neu erfülltem Vertrauen.